Unsere Kunden: Die heimliche Forschungsabteilung?

Unsere Kunden: Die heimliche Forschungsabteilung?

Als der dritte Kunde, der bei uns Sonnenschutz für sein Terrassendach bestellt hatte, anrief und von einem Video im Internet berichtete, wurden wir hellhörig. Was ist da los? Wer setzt Videos ins Netz, von denen wir nichts wissen? Will uns da jemand Schaden zufügen? Das kann nicht angehen, obwohl die Kunden, die vom Video erzählten, allesamt auch sogleich bestellten.

Was war im Netz passiert? Wie gehen wir mit Kritik um, was bringt es, einem Unternehmen zu sagen, was es NICHT gut macht? Hört da überhaupt jemand bei SPANNMAXXL zu? Oder geht’s zu wie in der Verwaltung: lochen, heften, vergessen? Oder direkt: ab in den Rundordner?

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Wir lieben es, die Kommunikation mit unseren Kunden zu pflegen. Oft fragen wir: Was sollen wir besser machen, wo ist noch Luft nach oben, was dürfen wir ändern, damit wir Ihnen, unseren Kunden, ein noch besseres Erlebnis mit unseren Produkten und Lösungen offerieren können? Meist verbinden wir diese Aufforderung damit, die guten Erfahrungen bitte mit Nachbarn, Verwandten und Freunden zu teilen – damit diese dann auch bei uns bestellen. Ein Konzept, das funktioniert. Denn 20% bis 30% unserer Bestellungen gehen auf alte Bestellungen zurück: Empfehlungskunden. So wie früher, so wie auf dem Dorf.

Ohne das zu wollen, setzen wir uns damit selber unter Druck. Mit dem Ergebnis, dass sich immer wieder mal Kunden melden, die Extraleistungen fordern, ansonsten würde sich das negativ auf Bewertungen auswirken.

Glücklicherweise sind solche Kunden die Ausnahme.

In aller Regel erreichen uns sehr gute Tipps und tolle Ideen – viele Vorschläge setzen wir auch um. Natürlich nicht alle. Das liegt aber daran, dass einige kreative Tipps unserer Kunden auf sehr spezielle Einzelfälle abzielen. Auch das hilft uns – und damit unseren zukünftigen Kunden. Selbst wenn wir die Tipps „nur“ nutzen, um in der Beratung intensiver auf Einzellösungen einzugehen. Andere Tipps münden sogar in konkrete Produktentwicklungen. So wie der Montageschlüssel, der nun im April/Mai 2023 eingeführt wird. Damit lösen wir endlich ein Werkzeug ab, das nie wirklich gut war. Dank eines Kunden, der unsere Leistung intensiv unter die Lupe genommen hat.

Video 1

Terrassenüberdachung – Projekt Sonnenschutz

Video 2

SPANNMAXXL Erfahrungen – Warum habe ich dort bestellt?

Video 3

Seilspannmarkise anbringen – SPANNMAXXL Erfahrungen

Das Video, das uns Beine machte.

Zurück zum Video. Mit Freude sahen wir, wie intensiv sich unser Kunde mit dem Angebot am Markt auseinandergesetzt hat, bevor er seine Kaufentscheidung traf und das SPANNMAXXL-System wählte, um im dritten Video dann zur Montage zu schreiten. Bislang freuten wir uns stets, wenn Kunden nette E-Mails schrieben. Oder wenn Kunden am Telefon sagten, sie kämen aufgrund der Empfehlung von Familie XY. Aber ein ganzes Video, nur über SPANNMAXXL? Und davon gleich drei?

Das Fazit der Videos vermittelt ein eindeutig positives Urteil, empfiehlt den Kauf, nicht ohne den hochpreisigen Charakter von SPANNMAXXL zu erwähnen, so wie man Sonnenschein wie auch Regen zu akzeptieren hat, will man sich mit Wetter beschäftigen –  kommt aber nicht ohne Kritik aus. Denn so sehr die gute Verarbeitung hervorgehoben, die Verpackung gelobt, die Montage erklärt wird: Der Montageschlüssel selbst, der jede Lieferung komplettiert, fällt bei dem Test durch. Aber vollständig. Denn nachdem der Schlüssel einige Male übergerutscht ist, greift er nicht mehr. Zwar lässt sich das Problem lösen, indem der Schlüssel, dessen Maul sich leicht konisch öffnet, stark auf den Gewindesechskant des Seils gesetzt wird – doch das unterbleibt, und der findige Kunde nimmt eine konventionelle Zange zur Hand, die die Arbeit mühelos verrichten lässt. So ist das Problem vor Ort gelöst. Für unseren Kunden. Für uns nicht.

Denn dass der Finger hier in eine Wunde gelegt wurde, ist sogleich klar. Bislang genügte ein kleiner Schlüssel, dessen Maulöffnung nur per Laser geschnitten wurde. Leider nutzte sich diese Maulöffnung offenbar recht leicht ab, wenn die Nutzung nicht 1A nach Bilderbuch erfolgte. Mit Laser lässt sich keine höhere Güte herstellen. Laser hat jedoch den Vorteil, bereits bei einer Auflage von 500 Stück bezahlbar zu sein. Die alternative Technik, um Schraubenschlüssel herzustellen, ist die Gesenkschmiede-Technik: eine Umformung mit enorm großem Druck. Eine Produktionstechnik, die spezielle Werkzeuge zur Herstellung des Werkstücks erfordert. Und wo ein individuelles Werkzeug ohnehin nicht zu vermeiden ist, weil es keinen passenden Schlüssel für die SPANNMAXXL-Spannseile gibt, wird bei SPANNMAXXL schnell der Ruf nach einem eigenständigen Produkt laut. Zudem muss ein Design her, das die Formensprache der bisherigen SPANNMAXXL-Bauteile aufgreift – und so das Bild einer Produktfamilie abrundet.

Design als Identität

Erste Entwürfe lieferte das Designbüro, das schon über 10 Jahre die Details von SPANNMAXXL ausfeilt: die Noto GmbH mit Sitz in Hürth bei Köln. Ein Büro, das mit großen Namen für sich zu werben weiß. So gehört neben SWISSCOM auch der dänische Hersteller von HiFi-Geräten und Lautsprechern, Bang & Olufsen, zur illustren Kundenliste. Es entsteht also wieder ein kleines Produkt, das sich mit geometrischen Grundformen, klaren Radien und ruhigen Linien in die bisherige Formensprache von SPANNMAXXL einfügt.

So schön der Entwurf, so irritierend wirken die Fristen und Termine, die der Hersteller aus Wuppertal nennt. Insgesamt wurde – unter dem Eindruck zerstückelter Lieferketten, die noch am dicken Kopf des Corona-Komas leiden – ein Jahr veranschlagt, um Prototypen so weit zu fertigen, dass seriennahe Tests absolviert werden können. Diese erfolgten 2022 mit einzelnen Kunden. Und die Serienfertigung konnte dann im Herbst 2022 starten. Nach ausführlichen Teste geht nun auch einer der Prototypen an unseren Video-Kunden. Die Reaktion steht noch aus. Aber bereits in den ersten drei Filmen stellte der mitteilsame Kunde in Aussicht, auch die weiteren Erfahrungen mit dem Produkt SPANNMAXXL zu dokumentieren.

Wir sind gespannt, wie die jüngste Neuentwicklung von SPANNMAXXL bei einem unserer strengsten, kritischsten, aber auch begeistertsten Kunden ankommt. Vielleicht entsteht ja wieder ein Video. Einfluss haben wir nicht auf den Video-Produzenten. Denn der legt großen Wert auf maximale Unabhängigkeit, nimmt weder Geld, Preisvorteile, noch sonstige Geschenke entgegen. Wir sind weiter gespannt. Und neugierig. Neugierig auch darauf, wie der neue Montageschlüssel ab 2023 bei unseren Kunden ankommen wird.


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Sonnenschutz Terrassendach

Langlebigkeit: Winterpflege vom Sonnenschutz im Terrassendach

Im November ist erst mal Schluss – die Sonne pausiert. Der richtige Zeitpunkt für unsere Kunden, sich der Einwinterung und Pflege zu widmen. Denn damit lässt sich die Lebenszeit der Seilspannmarkise von SPANNMAXXL bedeutend verlängern. Das Erstaunliche: Es gibt tolle Tipps, mit wenig Arbeit gute Resultate zu erreichen.

Grundlage für ein langes Leben sind natürlich gute Materialien. Auch die hochwertige Verarbeitung trägt dazu bei, dass die Terrassenbeschattung-SPANNMAXXL sich durch eine lange Lebenserwartung auszeichnet. Im Grund wird sogar das Ende der Beschattung bereits in der Konstruktion und Materialwahl mitgedacht: Sämtliche SPANNMAXXL-Materialien sind nämlich sortenrein, lassen sich zudem nach dem Lebensende einfach demontieren, zerlegen und so verwerten. Dann kann ein neues Produktleben beginnen. Möglich ist das auch deswegen so einfach, weil alles geschraubt, gesteckt und anderweitig verbunden wird, niemals aber verklebt oder gar unterschiedliche Materialien verschweißt. Schon früh haben wir uns bei SPANNMAXXL mit Fragen des Sustainable Design beschäftigt, wie es inhaltlich auch im Rahmen des Deutschen Nachhaltigkeitspreises gelebt wird.

https://www.nachhaltigkeitspreis.de/news/news/design-fuer-nachhaltigkeit-vom-egodesign-zum-ecosozialen-design/

Wer sich dem Thema detaillierter nähern möchte, findet hier einschlägige Literatur zum Thema Ecodesign.

Nun also zur Winterpflege und Einlagerung. Oft erreichen uns Fragen, wie viel Arbeit die Reinigung machen würde, und vor allem: Ob die Terrassendach-Beschattung im Winter abgenommen werden muss. Pauschal lautet unsere Antwort: Es ist besser, sein Hab und Gut zu pflegen, als allein zu hoffen, dass es ewig hält. Sehr beliebt ist der Vergleich mit dem schweren Auto in der Garage. Es hört auf den Namen SUV, war aber früher aber auch als „Geländewagen“ bekannt. Selbst diese scheinbar für Wald, Wiese, Stock und Stein konstruierten Autos fühlen sich, aller Technik und vieler Hunderter Kilo Gewicht zum Trotz, am wohlsten … in der Garage. So geht es auch der Beschattung SPANNMAXXL. Sie ist am besten aufgehoben, wenn sie im Winter abgenommen und eingelagert wird. Dazu verpacken wir die WOLKENBAHNEN stets auf stabilen Hartpapier-Kernen, die man jahrelang wiederverwenden kann.

Wem das Abnehmen der WOLKENBAHNEN zu viel ist, macht nichts falsch, wenn die Bahnen im Dach dennoch halbwegs geschützt sind. Die höhere Luftfeuchtigkeit macht dem Textil jedenfalls nichts aus. Dafür ist es gedacht, dafür wurde es erfunden, das kann das Textil besonders gut. Wichtig ist natürlich, dass die Textilien stets so eingesetzt werden, dass frische Luft immer wieder für Trockenheit sorgt. Mehr ist nicht nötig.

Wer jedoch mehr machen möchte, trägt zu einem längeren Produktleben bei. Die Bahnen regelmäßig abzunehmen, sie zu reinigen, ist sicher ein positiver Beitrag. Hierzu ist es lediglich nötig, die Wolkenbahnen samt der Alurohre, die in die Bahnen geschoben sind, von den Seilen abzunehmen. In der Badewanne ausgebreitet, lassen sich leichte Verschmutzungen mit weicher Bürste und einer fast beliebigen Reinigungslauge einfach beseitigen. Lauwarmes Wasser genügt, also maximal 40°. Das alles macht nicht viel Arbeit, liefert aber gute Ergebnisse.

Theoretisch könnte man auch alle Alurohre ausbauen und die Bahnen dann in der Maschine reinigen oder sie in die Reinigung bringen. Das aber bringt kaum ein besseres Ergebnis. Auch spart es nicht wirklich Arbeit. Denn jede Bahn muss einzeln in die Maschine. Schnell geht das schon mal nicht. Und das Material wird durch die Rotation der Waschmaschine ordentlich strapaziert. Wir empfehlen, NICHT so vorzugehen. Wie oft die Pflege erfolgen soll, entscheiden unsere Kunden selbst. Ob jedes Jahr oder alle zwei, vielleicht drei Jahre: Je nach Standort fällt die Verschmutzung so unterschiedlich aus, dass nur ein individueller Blick Auskunft geben kann, was die sinnvolle Langzeitpflege ist. Denn wie lange das SPANNMAXXL-System unsere Kunden begleitet, ob zehn, zwanzig oder noch mehr Jahre, das hängt sehr stark vom Umgang mit dem liebevoll hergestellten Produkt ab.

Ein Bebauungsplan für die Wolkenbahnen

„Ich bin kein Mensch, der angibt“, sagt Monika H. aus Amberg, und man glaubt es ihr aufs Wort. Für ihren Mann aber macht sie eine Ausnahme: „Er kann einfach alles! Meine Freunde sagen immer zu mir: Dein Mann ist ein Phänomen.“ Mit ihr zu sprechen ist, wie live bei den „Rosenheim Cops“ dabei zu sein: Echte Bayern würden das natürlich entschieden zurückweisen, immerhin liegt Amberg in der Oberpfalz und Rosenheim in Oberbayern. Aber für nordische Ohren sind die regionalen Unterschiede nicht so klar zu hören, und es ist dieselbe zugewandte Art, in der sie einem im schönsten Bayerisch so ausführlich und plastisch wie die Frau Stockl aus dem Fernsehen ihre Geschichte erzählt.

Das Haus am See

Die beginnt im Lockdown, genauer: im letzten Jahr. Eigentlich wollte Monika H. mit ihren Enkeln eine Woche verreisen: „Aber was man da in der überbuchten Ferienzeit bezahlt, 1.400 Euro pro Woche für ein Ferienhaus, im Zweifel von lausiger Qualität, und dann muss man noch selber kochen“ – das klang in ihren Ohren wenig verlockend. Von einer Kundin in ihrem Friseursalon hörte Monika Hirsch, dass an einem See in der Nähe ein Campingplatz aufgelöst wird: Das Areal sollte in Wochenendgrundstücke umgewandelt werden, zu bebauen mit 40 Holzhäuschen. „Wir sind früher mit den Kindern immer mit dem Campingwagen gefahren – aber ein Häusl am See, also das war schon eine tolle Möglichkeit.

Wie es so ist als Friseurin, kannte Monika H. zufällig auch die Maklerin, die die Grundstücke am See verkaufen sollte. Sie fuhr mit ihr hin und war begeistert. „Es ist ein Stausee, ganz sauberes Wasser, eine Liegewiese, die Landschaft fast wie am Gardasee, nur kleiner“, sagt Monika H. und lacht. Natürlich war die erste Seereihe schon verkauft, aber ihr Mann und sie fanden noch eine schöne Parzelle, und dann ging es auch schon los.

Hier baut der Konditor selbst

25 Jahre lang führte Monika H. Ehemann eine Konditorei, aber offenbar hat er nicht nur ein Talent für Lebkuchen-, sondern auch für Holzhäuser. Ganz allein zog ihr Mann das „Häusl“ hoch, nur für das Gerüst holte er sich anfangs Hilfe. „Das glaubt kein Mensch“, sagt sie und klingt dabei selbst ein bisschen ungläubig. Inzwischen sind sie schon beim Innenausbau. „Jetzt, wo mein Friseursalon wegen des Lockdowns geschlossen ist, habe ich ja Zeit und sehe erst mal, was das für eine Arbeit ist“, sagt Monika H. Sieben Schichten hat allein die Außenwand, jede einzelne kann sie aufzählen, weil sie im Moment oft auf der Baustelle ist und zum ersten Mal direkt miterlebt, wie so ein Haus in Eigenregie entsteht. Beim Garten ist sie fein raus, ihr Sohn ist Landschaftsgarten-Meister und übernimmt die Gestaltung.

„Gäbe es Monika H. nicht schon, müsste man sie für Werbezwecke erfinden“

Kampf um die „Wölkchen“

Natürlich – wir sind schließlich in Deutschland – gibt es ganz spezielle Vorgaben, wie groß die einzelnen Häuser sein dürfen, und wie hoch der Zaun. Vorgegeben sind auch die Terrassen: Lediglich Markisen sind am Haus erlaubt, keine Pergolas. Doch damit will sich Monika H. nicht zufrieden geben, sie arbeitet gemeinsam mit den anderen Eigentümern an einer Änderung des Bebauungsplans – und zwar wegen der Spannmaxxl-„Wölkchen“, wie sie sie nennt. Die hat sie auch an ihrem Haus in Amberg, und auf die will sie auch im Wochenendhäuschen am See nicht verzichten. Gäbe es Monika H. nicht schon, müsste man sie für Werbezwecke erfinden, so eifrig verteilt sie Prospekte und kämpft für eine Änderung des Bebauungsplans, um die Wölkchen dort doch noch möglich zu machen.

Einen Bebauungsplan zu ändern, ist tatsächlich kein ganz unkompliziertes Unterfangen – und billig ist es auch nicht gerade. Rund 10.000 Euro kostet das insgesamt für die kleine Wochenendhauskolonie, auch weil dafür extra ein Architekt hinzugezogen werden muss. Dabei 40 verschiedene Eigentümer unter einen Hut zu kriegen, ist gar nicht so einfach. „Da gibt es heiße Diskussionen“, sagt Monika H. „Aber wir müssen uns eben zusammenraufen, wir sind ja eine Gemeinschaft!“

Fallstricke lauern beim Hausbau überall: „Jedes Haus sieht ja ein bisschen anders aus, man muss aber die Vorschriften genau beachten“, sagt sie. In Einzelfällen machen Leute, was sie wollen, beim einen ist das Haus 40 Zentimeter länger als erlaubt, beim anderen entspricht der Zaun nicht ganz den Vorschriften: Das übliche Klein-Klein. Wenn man das einfach so macht, kann es später Ärger geben. Auch deshalb sind die meisten Eigentümer daran interessiert, am Bebauungsplan noch etwas zu schrauben. Monika Hirsch ist zuversichtlich, dass eine positive Entscheidung bald erfolgt. „Die Enkel fragen schon immer, wann das Haus endlich fertig wird“, sagt sie. Falls die Pergola nicht genehmigt wird, dann muss es eben auch eine Markise tun, da ist sie pragmatisch. Aber noch ist der Kampf um die „Wölkchen“ nicht verloren.